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Tag der offenen Tür 2015

 

Einblick in die Arbeit der Feuerwehr erlaubte am Samstagnachmittag ein Tag der offenen Tür an der
Schalkauer Stützpunktwehr.

 

Schalkau - "In jedem Fall gilt, rufen Sie die Nummer 112 an", erklärte Feuerwehrmitglied Hanns Steltner, als er gerade gezeigt hat, wie jeder zu Hause einen Fettbrand löschen kann. Den Weg zum Tag der offenen Tür an der Feuerwehr in Schalkau hatten  - trotz drückender Hitze - am Samstagnachmittag etliche Gäste und Zuschauer gefunden. Mit der Hitze hatten die Mitglieder von Wehr und Feuerwehrverein gerechnet und schon einmal einen improvisierten Springbrunnen aus Spritzenteilen zusammengebaut.

Das habe man sich von den Kameraden in Neuhaus-Schierschnitz abgeschaut, sagte Wehrleiter Michael Dorst. Aber für die weit offenen Feuerwehrtüren am Vogelschießen-Samstag hatten die Schalkauer gleich mehrere Gründe. Die Jugendfeuerwehr, die vor nicht ganz einem Jahr neu aufgebaut wurde, wolle ja auch zeigen, was sie gelernt habe. Einen weiteren Grund nannte gleich zu Beginn Günter Kramß vom Kreisfeuerwehrverband. Zur Fahnenweihe der Schalkauer Wehr Anfang Mai (Freies Wort berichtete) habe niemand vom Verband anwesend sein können. Das wolle man nun nachholen, bemerkte Kramß, und knüpfte einen Ehrenwimpel an die neue Feuerwehrfahne.

 

Gelerntes anwenden

Zum Zuge kam an diesem Nachmittag vor allem die Jugend. 16 Kinder zwischen sechs und acht Jahren sind seit fast einem Jahr eifrig am Üben und Lernen in der Jugendfeuerwehr aktiv. Jugendfeuerwehrwart Ronny Fischer und dessen Stellvertreter MarceI Kästner betreuen seit Monaten die jungen Leute.

Schalkau ist nach Truckendorf die zweite Wehr mit Nachwuchsabteilung im Stadtgebiet, hebt Wehrleiter Dorst hervor. Zum Zuge kamen die Steppkes am Nachmittag auch. Feuerwehrmann Steltner hatte extra ein Häuschen aus Holzpaletten aufgebaut und angezündet. Lichterloh schlugen die Flammen nach oben, da ertönte aus Richtung Schwimmbad schon das Martinshorn eines Feuerwehrfahrzeugs. Aus demselben sprangen nun die kleinen Feuerwehrleute, die auch schnell eine Schlauchleitung zusammengekuppelt hatten. Das Kommando "Wasser marsch" ertönte und binnen weniger Augenblicke lösten sich die meterhohen Flammen in Rauch auf. "Gut habt Ihr das gemacht", hieß es vom Rand, von den Großen, die die Übung der Kleinen auf Foto und Video festgehalten hatten. Interessant war der Nachmittag indessen nicht nur für den Nachwuchs sowie die Eltern und Verwandten der Feuerwehreleven. Die Gelegenheit, hinter die "Kulissen" der Stützpunktwehr und der Türen von Einsatzfahrzeugen zu werfen, nutzten etliche Gäste, bevor es auf den Vogelschießeinplatz ging.

 

Rock in der Garage

Ihren eigenen Part hatten an diesem Tag auch die Knirps des Kindergartens "Wirbelwind". Für den gemütlichen Teil hatten die Mitglieder des Feuerwehrvereins vorgesorgt. Mit Getränkestützpunkt und Gebratenem warteten sie ihren Gästen auf, während die Mitglieder der Band "Grood zu" aus dem Stadtteil Truckenthal in der Garage mit rockigen Takten „einheizten“.

Eingeheizt hatten die Feuerwehrmitglieder auch, mit echtem, aber kontrolliertem Feuer. Sie hatten sich nämlich auch vorgenommen, die Feuerwehr-Laien mit jenen Dingen vertraut zu machen, die jederzeit im Haushalt passieren können - beispielsweise einem Fettbrand in der Küche. Feuerwehrmann Sternenzelt zeigte zunächst, wie leicht sich Öl und Fett auf einem Herd entzünden können. "Auf keinen Fall darf jetzt mit Wasser gelöscht werden", sagte er. Einfach Deckel drauf, Herd ausmachen, abkühlen lassen und gut sei es.

Was passieren kann, wenn man noch zusätzlich Wasser ins brennende Fett schüttet, zeigte Steltner aus sicherer Distanz: Weit in die Höhe schlagende Flammen waren das Resultat. In jedem Fall, so der Feuerwehrmann, könne auch ein Feuerlöscher mit Kohlendioxid oder ein Pulverlöscher helfen, was sogleich auch demonstriert wurde. "Eigentlich sollten Feuerlöscher in jedem Haus vorhanden sein", erklärte Steltner. Eigentlich, leider sei dies ebenso wenig die Regel, wie Rauchmelder. Letztere könnten manchen Wohnungsbrand schneller melden, als dies in den vergangenen Jahren gewesen sei. Vor allem aber hatte Steltner noch einen wichtigen Hinweis: "Rufen Sie die 112 an, die Feuerwehr hilft Ihnen garantiert."

Zustimmendes Nicken war am Rande der Vorführung der Feuerlöscher ebenso zu sehen wie es Beifall für die Kleinen von der Jugendfeuerwehr gab. "Wir müssen Öffentlichkeitsarbeit machen", bemerkt Wehrleiter Dorst. Dies sei wichtig, um den Menschen zu erklären, was die Feuerwehr tut, als auch, um die heranwachsenden Generationen für die Feuerwehr zu interessieren.

Bei der Schalkauer Jugendfeuerwehr hat es ja auch schon geklappt... ts

 

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Bilder: Marcus Heinz